SKK018 Freiwilligkeit und Engagement

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Wir sind wieder zusammengeschaltet und nachdem wir Schwankungen in Christophs Netz überwunden haben, sprechen wir über Dienstpflicht, Freiwilligkeit und Engagement. Wir sind uns uneinig, was jetzt die beste Strategie ist und ob Freiwilligkeit und Ehrenamt gut ist oder doch nur durch den Kapitalismus ausgebeutet wird, und hört es euch einfach an.

Shownotes

2 Gedanken zu „SKK018 Freiwilligkeit und Engagement

  1. Helge

    Ehrenamtspauschale sind 2400€. Ich arbeite Beruflich als Bewegungskünstler. Ich musste dies Schuljahr 5 1/2 Stunden aufgeben weil man mich mit der pauschale nicht mehr bezahlen kann. Schade für mich. Schade für die Kinder die ich trainiere… Bewegung ist so etwas gesundes…. Aber in 10 verschiedenen Vereinen etwas anbieten ist fast unmöglich…. Ich bin Selbstständig und größere Vereine machen mit bei Rechnungen… Die armen kleinen vereine bleiben liegen… Ehrenamt ist ein Witz… Nicht weils nicht wichtig ist… Sondern weil ein Ehrenamtstreik das System lahmlegen würde… Wenn die reichen streiken passiert das nicht… Eigentum verpflichtet..,. Solange Menschen wegen uns sterben gehen wir dieser Pflicht nicht nach… Meine Würde wird angegriffen… Ich bin ja schon stilll… Hoch Lebe die Impulsmanipulation durch Werbung…. Von Wegen Freiheit… Wir wissen was wir tun und nennen es nur so…

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  2. florian

    Moin Moin,

    da Ihr über das Ehrenamt und Geld gesabbelt habt eine kleine Story dazu.
    Wir stellen bei uns in der Kommune fest das unseren Vereinen der Nachwuchs ausgeht weil die Jungs und Mädels zu immer größeren Teilen Studieren gehen, weniger Zeit während der Schulzeit haben und uns damit auf dem Platten land die jungen Leute fehlen um Ehrenamt zu organisieren. Uns bricht hier komplett eine Generation weg……
    Die Stadt hat das dann auch gemerkt und eine Veranstaltung für Vereine dazu gemacht. Eine Idee des Projektmanagers war bei Trainermangel, keine Vorstände, Kassenwarte und Co: Warum bezahlen die Vereine nicht einfach, man könnte so ja auch Professionalisieren. In der nächst größeren Stadt wäre so ein Fitnessstudio aus Vereinen entstanden. -> also das Motto: “hey der Markt ist überall. Knappe Güter wollen bezahlt werden. Hört endlich mit der Träumerei einer sozialen Gemeinschaft ohne Gewinnstreben auf.

    Bei mir dreht sich da der Magen um wenn sowas auch noch vom Projektmanager Vereinen als Lösung vorgeschlagen wird. Ehrenamt für’s Geld ist nichts anderes als Arbeit und kein Ehrenamt. Das haben (aus meiner Warte zum Glück) auch alle Anwesenden so gesehen. Geld macht da nur neidisch (warum bekommt der 10€ mehr, ich nicht usw etc pp)
    Ich und die meisten die ich aus dem Umfeld kenne sind Glücklich wenn man einfach mal Danke sagt! Oder einfach nur das Lachen im Gesicht von Menschen zu sehen wenn man gemeinsam was erreicht hat.

    Die Anekdote aus der Kirche gibts bei uns in Form eines Konzerts im Theater für alle Ehrenamtlichen 1x im Jahr mit großer Danksagung durch Bürgermeister und Stadtrat

    Ich selbst bin Vorstand im Verein zum Erhalt und Betrieb vom Freibad, Trainer im Sportverein, Vorstand im Sportverein, Stadtrat und Ortsverbandsvorsitzender einer Partei.
    Als Stadtrat bekommt man eine Entschädigung von der Kommune für die Zeit (ca. 200 pro Monat)

    Bestimmt die Hälfte meiner Zeit geht für’s Ehrenamt drauf, aber das macht Glücklich. Glücklicher als die “normale” Arbeit und erfüllt einen deutlich mehr.

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