SKK016 FAME!

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Das Soziologische Kaffeekränzchen ist 16, halbstark und darf jetzt Alkohol trinken und beschäftigt sich mit dem Fame von YouTube Stars, warum die Jugend darauf abfährt und kommt dann bei Normcore raus, um kurz den eigenen Fame zu reflektieren.

Shownotes

7 Gedanken zu „SKK016 FAME!

  1. HastaLynx

    Also meine nennenswerten “Idole” sind weird, Luhmann, Karl Popper, Platon, Friedrich August II. (August der Starke)

    Es war der gute Impact an der Gesellschaft oder das Aufbauen von wegen Dinge zu betrachten und sich selbst zu hinterfragen

    Achja und Unge hatte dieses Verschwörungstheoretiker Image nur aus spaß gemacht, wo ihn dann aber auch ein Psychologe darauf hinwies, dass es ein großer Fehler war, solche Videos gemacht zu haben, da sie nun kursieren und nicht jeder den Sarkasmus daraus gelesen hat. (Ich selbst mit eingeschlossen)
    Jedoch hat er in seiner Beschreibung der Videos es eher deutlicher gemacht, aber kaum einer liest die, da dort stand: “Man sollte alles glauben was im Internet steht!”

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  2. blub

    Eins der Probleme am deutschen Youtube ist(IIRC), dass die nicht mauell kuratieren dürfen, sonst bräuchte YT in Deutschland ne Fernsehlizenz. Im englischen Sprachraum hat man den ganzen Müll einfach mal aussortiert und seit dem gehts, aber reine algorithmen sind halt mist und clickbate setzt sich da leider durch.
    Die deutschen Medienerzeuger sind alle auch unfassbar träge und haben sich ewig nicht in diese Richtung bewegt.

    Der Englisch-Rant war großartig. Ich habs auf grandiose 6 Puntke gebracht zum Abi und hab alles später mit Filmen, Serien, Podcasts, NYTimes etc gelernt. Weil mich keiner mehr zum Vokabel lernen gezwungen hat.

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  3. Till

    Ich bin mir nicht sicher ob Thomas die CokeZero-Geschichte erzählt hat um Kommentare zu provozieren.
    Wenn es so ist, dann tue ich ihm jetzt den Gefallen.

    Kalorienfrei aber süß ist kontraproduktiv wenn man Abnehmen möchte.
    Süß regt die Insolinproduktion an und Insolin den Appetit. Da der Körper wider erwarten keinen Zucker bekommt, sogar mehr als wenn man normalen Zucker konsumiert und dadurch das Insolin wieder abgebaut wird.
    Deshalb sind Tiermastbetriebe in absoluten Zahlen auch der beiweitem größte Abnehmer für Süßstoffe. Ein Vielfaches von dem was in der menschlichen Ernährung eingesetzt wird.

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    1. Jennifer

      Bitte informier dich da nochmal richtig und vor allem wissenschaftlich. Denn exakt das Gegenteil ist der Fall, Süßstoffnutzende sind mit größerer Wahrscheinlichkeit leichter. Der Gebrauch von Aspartam in der Schweinemast liegt schlicht darin begründet, dass er billig ist und Schweine in als einen der wenigen Süßstoffe schmecken können. Süßstoffe sind absolut sicher, einzig Zuckeralkohole wie Xylit verursachen bei empfindlichen Menschen Blähungen.

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  4. mg40

    Hallo!
    Mir, einer 23 jährigen Soziologiestudentin, fällt es tatsächlich sehr schwer euch (v.a. bei dieser Folge) zuzuhören. Ich gehöre einer Generation an, die quasi bei den “Anfängen” von YouTube, wie wir es heute kennen, dabei war. Ich habe den Übergang von viralen Katzenvideos zu Creatorn, die sich immer mehr professionalisieren, miterlebt. Weshalb ich die sehr einseitige und tatsächlich schlecht recherierte Darstellung des deutschen YouTube-Programms etwas bedenklich finde. V.a. hinsichtlich der Tatsache, dass der Podcast SOZIOLOGISCHES Kaffeekränzchen heißt und von drei Menschen publiziert wird, die (“im Herzen”) Soziologen sind. Natürlich ist es immer noch ein Kaffeekränzchen, soll also eher einem Plausch als einer Vorlesung gleichen. Blödsinn muss man deshalb trotzdem nicht erzählen: LeFloid als Beispiel gehört mit über drei Mio. Abonent*innen zu einem der Erfolgreisten YouTuber Deutschlands. Julien Bam (dessen Name übrigens keiner von euch richtig ausgesprochen hat –>hätte mit einem Anschauen seiner Videos hätte vermieden werden können), der in Wirklichkeit tatsächlich einen etwas außergewöhnlich Nachname (für deutsche Verhältnisse) hat, welchen er wahrscheinlich abgelegt hat, weil er ein “lustiger Migrations- ähh Immigrationsnachname” (wtf?!) ist, produziert Videos in einer Qualität, von der das Nachmittagsprogramm bei RTL nur träumen kann. Nun versteht mich bitte nicht falsch, das ist kein Versuch die Inhalte dieser Kanäle zu verteidigen. Viel eher geht es darum zu erkennen, was diese Menschen für Arbeit in ihre Videos stecken (und gesteckt haben, lange bevor sie davon leben konnten). Wenn nun also Kinder und Jugendliche sagen, dass sie später auch YouTuber werden wollen, dann wollen sie vielleicht Produzent*innen von Videos werden, weil sie leidenschaftlich gerne filmen, cutten, wichtige Dinge zu erzählen haben, sich kreativ ausleben oder auch, weil sie einfach nur schnell viel Geld verdienen wollen. Aber euer Bild einer Generation, die nur fame-geil ist, stimmt mich angesichts dessen, dass ihr alle Umgang mit solchen habt, etwas traurig (Kultur-Pessimismus und so). Anstatt tatsächlich zu hinterfragen, weshalb junge Menschen jeden Tag Stunden auf dieser Plattform verbringen, ist eure Antwort so gedankenlos wie der Rest dieser Folge. Anhand von wenig genannten Beispielen und deren schlechtem Content, schließt ihr auf ganz YouTube-Deutschland und dessen Zuschauer*innen. Die natürlich im Umkehrschluss genau so einfältig sein müssen wie die Videos. Mitschwingt permanent die Romantisierung von früher: Damals als noch alle Kinder draußen gespielt und Dreck gegessen haben.
    Bei euren induktiven-“also bei mir im Seminar/ dem Ferienlager/ in der Klasse”- Gerede müsste Karl Popper wahrscheinlich “im Strahl kotzen”. Ist doch cool, dass ihr diesen Podcast macht, aber setzt das “soziologischer” vielleicht bei Folgen, in denen ihr über Dinge redet von denen ihr nicht so viel Ahnung habt und auch nicht bereit seid euch dafür zu öffnen (z.B. via Recherche), in Klammern.

    Damit ihr nicht mehr peinlich berührt seid, wenn euch jemand nach guten deutschsprachigen Kanälen fragt:

    –> gegen “Konformitäts”-Musik: BongoBoulevard (übrigens von funk)
    –> gegen Kultur-Pessimismus: Filmanalyse (Wolfgang Schmitt jun. ist auch ein Soziologie im Herzen)
    –> “eine Weltkarte, die das Land Utopia nicht enthielte….”: Kliemannsland (übrigens von funk)
    –> ganz viele Menschen mit “lustigen Immigrationsnamen”, den sie meistens abgelegt haben, weil mans sonst nich weit bringt und die verdammt viel zu erzählen haben (#metwo): germania (übrigens von funk)
    –> für vegane Rezepte und Sport. Quasi die “gute” Sophia Thiel: Moin Yamina
    –> son richtiger Wissenschaftler: Terra X Harald Lesch und Co. (übrigens von funk)
    –> jung und naiv? Politik für Leute die (noch) kein englisch können: Tilo Jung
    –> von Katzenvideos zur Cutterin (ihr richtiger Beruf): Vegas Films
    –> hat ihre Videos nicht mal monetarisiert: Marie Meimberg

    beste Grüße

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    1. Christoph

      Hallo mg40,

      wir haben länger intern über deinen Kommentar diskutiert und nun kommt etwas verspätet eine – nicht koordinierte – Antwort. Das hier ist ein kostenfreier Podcast, der von unserer Seite nicht monetarisiert und in den auch wir viel Herzblut und Energie stecken, weswegen mich der etwas scharfe Ton deinerseits etwas verwundert. Klar reden wir teilweise locker daher, ich glaube aber, dass wenn man uns ernsthaft zuhört schon durchkommen sollte, dass wir sicher nicht ernsthaft despektierlich (also der Intention nach) unterwegs sind. Das einmal vorweg.

      Ich gehöre ja genauso zu deiner Generation und wie deutlich geworden sein sollte sind auch wir alle drei, wenn auch auf verschiedene Weisen durchaus Youtube-affin (d.h. wir schauen offenbar alle drei sehr regelmäßig Videos und nutzen das Portal). Dass wir während wir unser Kaffeekränzchen halten manchmal mit Zahlen und Einschätzungen daneben liegen finde ich nicht sonderlich dramatisch, um ehrlich zu sein. Wir probieren natürlich genau zu sein und keine Unwahrheiten zu verbreiten, aber da kann es mal zu Fehleinschätzungen kommen, klar. Auch dass wir Julien Bam vielleicht nicht kennen (ich habe ihn ja auch falsch einsortiert) kann da mal passieren und ja, wenn ich ihn nicht kenne, spreche ich seinen Namen falsch aus. Wir haben aber kein penibles Sendescript und ich denke, das ist soweit auch deutlich, wenn man uns ein bisschen zuhört und/oder die Nullnummer kennt. Das hier ist keine Vorlesung, das hier ist ungeschnitten und nicht bis ins letzte Detail vorbereitet. Ich glaube aber dennoch, dass unsere Grundtendenz in der Einordnung der deutschen Youtube-Szene nicht verkehrt ist. Danke für deine Channelempfehlungen, ich werde sie mal angucken, aber auch die zeigen erst einmal nicht, dass es die problematisierten Personen nicht gibt. Was den Vorwurf der Selektivität (oder der sehr selektiven Wahrnehmung angeht): Jennifer ist glaube ich schon zuzutrauen, dass sie als Wissenschaftlerin durch in einem Seminar durchgeführten Clusteringprozess eine gewisse empirische Grundlage für ihre Diagnose erarbeitet. Die ist ja auch nicht unangefochten geblieben. Ich glaube, so unisono wie du uns in dem Kommentar darstellst, waren wir in der Folge (und auch sonst) gar nicht.

      Was den vermuteten Kulturpessimismus angeht: wir sprechen ja in der Folge selbst darüber und reflektieren das auch. Ich persönlich bin da sehr vorsichtig und halte selbigen für eine große Gefahr. Das, was du aber als „Mitschwingen“ bezeichnest ist genau deine Interpretation, die du bitte auch als solche (eben als Ich-Botschaft) verpacken kannst. Bezüglich des grundlegenden Vorwurfs des Kulturpessimismus’ ist denke ich unsere Jugend-Folge von vor einem Jahr ganz aufschlussreich. Da wird ziemlich deutlich, dass wir drei eben keine Kulturpessimist*innen sind und ein „früher war alles besser“ liegt uns glaube ich sehr fern. Also für mich persönlich kann ich das auf jeden Fall sagen und ich glaube, soweit darf ich mich auch für die anderen beiden aus dem Fenster lehnen.

      Was Karl Popper zu dem Podcast sagen würde, ist wohl Spekulation. Ich mache aber einfach mal mit: ich glaube, er würde den Podcast nicht als Teil des Wissenschaftsbetriebes ansehen, sondern maximal als Versuch der Kommunikation mit einem nicht-elitären Außen. Ein Versuch der Demokratisierung von wissenschaftlicher Erkenntnis, wobei das nun auch schon sehr groß formuliert ist. Darüber hinaus glaube ich, dass Gedanken wie unsere einen Anstoß im alltäglichen Erleben brauchen. Auch Studien entstehen ja nicht aus dem Nichts, sondern brauchen Steine des Anstoßes. Wo immer möglich und angebracht, verweisen wir ja aber auch auf empirisches Material. Generell sind dauerhafte pädagogische Arbeit (Christoph), das Berufsdasein als Lehrkraft (Thomas) und der Blick der Unidozentin (Jennifer) sicher kein perfektes Abbild der Gesellschaft (das haben wir aber auch nie behauptet, sondern wir machen ja klar, worauf sich unsere Beobachtungen beziehen), aber schon ein besseres Mittel (über die Zeit), als es bei vielen anderen Menschen der Fall ist – zumindest wenn wir uns anmaßen über die Jugend™ zu sprechen.

      Damit belasse ich es erst einmal.

      Beste Grüße
      Christoph

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